Sunday, 3 June 2012



Manchmal
frage ich
mich
ob sich das Denken denn noch 
lohnt,
wenn doch
die Kluft zur Tat
vor mir liegt 
wie ein endlos
tiefer
Abgrund.



Monday, 21 May 2012

Printemps

Was ich noch nie mochte war, vom Wetter abhängig zu sein. Leute sind besser drauf, wenn die Sonne scheint, die Frabe grün setzt Endorphine frei, ist mir irgendwie zu fremdbestimmt. 
Aber vielleicht ist es immernoch besser, unter dem Einfluss der Natur zu stehen als unter irgendeinem anderen. 
Also, Sonne und Grün satt!






Man kaufe eine Wegwerf-Kamera und warte, bis es grün wird...






Wednesday, 16 May 2012

Tuesday, 15 May 2012

Das Innere der Steine

Gepflückte Blumen und Wegwerf-Kamera. Und Steine.


Während die Welt sich dreht, liegen die Steine still. 
Während Menschen rennen, ruhen sie auf sonnigen Feldern.
Während Menschen grübeln - auf der Suche -, treiben sie im tiefen Kies des Strandes.
Und während Menschen sich hitzig streiten, rollt vielleicht gerade ein Stein vom heißen Krater eines Vulkans gen Boden. Oder an hohen Bergen, losgetreten von mutigen Rekordsuchern.
Mancher Stein rollt zehn Meter und bleibt dann liegen.
Doch selten ist einer schon schnell genug, schwer genug, und schießt über den Felsvorsprung hinaus, fliegt den Berg entlang, ins Tal hinab, und zerschlägt dann auf seinem Untergrund, auf einem größeren Stein, auf festerem Boden.

Der Stein liegt nun da, geteilt in zwei Teile oder viele kleine Stücke.
Nichts ist zu sehen, doch wer hinhört, bemerkt ein leises Zischen. Und dann kommt ein Windstoß. Die Luft wirbelt und verteilt sich wieder und irgendwo kommt sie bald an. Im Nachbarland, auf dem nächsten Kontinent.
Dort steht dann in der Zeitung: "Nano-Roboter zertsören Krebszellen". Und auch kleinere Steine führten zu Schlagzeilen wie: "Stufenweiser Atomausstieg bis 2022".

Denn, was niemand zu wissen scheint:
Jeder Stein enthält die Lösung eines Problems, anhängig von seiner Größe.
Und während Menschn denken, mit großen Worten das Eis zu brechen, muss doch nur das Eis auf dem nächsten Gletscher schmilzen, sodass der große Stein losrollt, der dort schon seit Jahrhunderten ruht, und auf seinem Weg irgendwo zerbricht.
Während Menschen versuchen, nicht anzuecken, um im Fluss zu bleiben, um schnell voranzukommen, kann man doch nur hoffen, dass jeder Stein, der im Strom mitschwimmt, früher oder später an einer Ecke hängenbleibt und unter dem Aufprall zersplittert.

Und wenn man auch nie den ersten Stein werfen sollte, weil manche Dinge Zeit brauchen, weil sich die größten Steine leider auch am seltensten bewegen, sollte man sich doch freuen - und nach der Herkunft des Ausdrucks fragen- bei jedem Stein, der ins Rollen gebracht ist.

Tuesday, 8 May 2012

wer sonst könnte es besser sagen?


Augen offen



Die Nacht hat
das dunkelste Blau ohne Schwarz zu sein.
Weiße Baumskelette im Wind.
Tags ranken sie ihre Schatten an Regenrinnen empor,
betrachten ihr Spiegelbild an Fassaden.
Morgens glitzern Autos wie Tautropfen im Gras,
und Fahrräder sprießen aus Wiesen
wie Schneeglöckchen.
Lautes  Zwitschern
doch man sehnt sich nach den Melodien
die wohl windig-wehende Blätter erzeugen könnten,
hätte man ihnen Ton gegeben.
Vielleicht wüssten wir es,
wenn rasende Autos nicht länger rauschten.
Lauter noch ist nur der Wind in
meinen Ohren
und zeigt mir, wie schnell die schwarze Luft 
durch meine Kleidung huscht,
mich gleichzeitig verschluckt und doch nicht durchlässt.
Nach dem Regen ist sie muffig und schwer
obwohl sie doch klar sein sollte.
Oder ist das die Luft zwischen den Regen?

und nochmal objektiver...

Thursday, 3 May 2012

Ein Bild von Bildung


Andere Sprache, andere Themen? Andere Perspektive? Andere Einstellung? Vielleicht. Da ich ohnehin schon keine Fehler im Sinne von Taten mache (weil Denken meist den Prozess in andere Bahnen lenkt), werden jetzt wenigstens welche in Worten gemacht.
Was ich heute schreibe, halte ich morgen vielleicht für Mist, aber wenn das der Preis von Kreativem Output ist, zahle ich ihn ab jetzt.
Also los geht’s:
Uni. Geht man nach dem Erscheinungsbild, trifft dieses Wort bereits auf viele Individuen dort zu. Und ja, das mag daran liegen, dass man die Menschen, die man täglich sieht, zu selten kennt. Aber während man ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen soll, und dies auch für Menschen gilt, kann man Bücher dann eben lesen, Menschen allerdings noch lange nicht.
Also fühlt man sich gelegentlich an der Uni ohnehin schon allein oder anders zwischen all den Uni-formierten Mitstudenten.
Wenn doch dann aber wenigstens die sogenannte Bildung dort auch uni-versell wäre.
Mit der Zahl der Semester steigt leider aber auch der Eindruck, dass man darauf lange warten kann.
Selten kommt es vor, dass man in einem Seminar tatsächlich etwas lernt und noch seltener, dass man danach dann auch in einer Klausur oder Hausarbeit gefragt wird. Noch seltener, dass diese frage so gestellt ist, dass man sie mit seinem neuen Wissen auch beantworten kann und am seltensten bekommt man dann für all das eine angemessene (?) Note.
Angemessen, aber was genau wird denn da an was gemessen?
In meinem Freundeskreis bin ich die einzige, die in ihrem Alltag über ihr Studium nachdenkt, interessante Themen davon besprechen will, manchmal in Problemlösungen einbaut und im Kino mit Fokalisierung um die Ecke kommt.
Meine Noten sind allerdings auch als einzige...schlechter als die der anderen.
Seit ich zehn Jahre alt bin, will ich Lehrerin werden und eigentlich auch immer noch. Aber ist es nicht seltsam, dass ausgerechnet die Praktika in diesem Studium zwar benotet werden, diese Noten dann aber für nichts relevant sind?
Und sollten nicht Lehramtstudenten, die später in fremden Sprachen zu ihren Schülern sprechen wollen, diese selber beherrschen und die komischen Völker, die man diesen zuordnet, auch mal näher kennengelernt haben? Die Rede ist vom nicht verpflichtenden Auslandssemester.
Die Worte “To know another’s language and not his culture is very good way to make a fluent fool of yourself“ hätten kaum besser wählt werden können.
Ich will also später mit sinnvollen didaktischen Mitteln und ausreichender pädagogischer Kompetenz eine Sprache an den Mann/die Frau bringen, muss allerdings weder die Sprache fließend beherrschen, noch das Land kennen, in dem sie gesprochen wird und auch mein Auftreten vor der Klasse ist eher zweitrangig. Soso.
Stattdessen sind ja auch Fakten wie die Speicherdauer des Kurzzeitgedächtnisses (Psychologie Grundmodul) oder die vier verschiedenen existierenden Satzdefinitionen (Sprachwissenschaft Französisch) von viel größerer Bedeutung und die ganze Praxis lernt man ja ohnehin im Ref.

Ganz allgemein will ich mir einfach nicht sagen können, dass meine Mutter recht hat, wenn sie Studenten als Fachidioten bezeichnet.
Als umfassend gebildete Persönlichkeit, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellt (wie das Menschenbild der Klassik uns gern hätte), würde ich mich aber sicher nicht beschreiben.
Zwar würde ich wirklich sagen, dass mein Studium mir schon viele Inhalte vermittelt hat, die ich gut gebrauchen kann für meinen angestrebten Beruf. Leider spiegeln meine Noten in diesen Gebieten dies aber nicht wieder. Meine guten Noten scheine ich ausschließlich in Modulteilen zu haben, die „nicht in die Abschlussnote zählen“.
Das magische Wort: „die Abschlussnote“.
Und darauf läuft alles hinaus? Dafür studiere ich? Für eine Zahl? Und das nennt sich dann Bildung???

Wednesday, 2 May 2012

nouvelle langue

Credit: knightcat

Gerechtigkeit-
Leid und Trauer
in deinem Blick
doch keiner deiner Schmerzen
bringt mir
was ich zurückließ
zurück.
Zuerst das Glück
dann die Gemeinsamkeit
die Zweifel
und dann bloß
Einsamkeit
zunächst zu zweit
bis du mich
auch damit
allein ließt.

Monday, 13 February 2012

Sunday, 5 February 2012

colorful grey






(credit: fashiongonerogue, theneverendingstory, Angystearoom)

Sunday, 29 January 2012


 And it's all so simple. All I had to do in order to find myself was stumbling into three months of solitude. Solitude without loneliness. Walking streets, writing on walls, into books, on hands. Changing the small room in the middle of strangers for a quiet get-away. Abandoning my mother tongue and instead talking and dreaming in the two languages I love most.
Looking back, it seems so simple. Isn't it obvious that in order to find ourselves we must be with ourselves and get to know ourselves. After all, it's just another case of establishing a friendship.

Tuesday, 24 January 2012

Friday, 6 January 2012

if french universities turn their back on you...

at the end of a day when absolutely nothing went according to plan there is usually only crawling in bed with the boy who lets me know that the world will turn round no matter what. But not even this simple pleasure is granted when living abroad. so what is the second best thing to do? Yes, look at beautiful pictures and remember that tomorrow can only get better.








 credit: thesartorialist, studdedhearts, fashiongonerogue